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Von OpenClaw zu Hermes: mein ehrlicher Wechsel aus der Wartungsschleife

Ich bin nicht von OpenClaw zu Hermes gewechselt, weil OpenClaw schlecht war. Am Anfang war ich fasziniert. Aber in meinem Alltag wurde aus Power irgendwann Wartung. Hermes fühlt sich für mein Setup ruhiger, sauberer und produktiver an.

Deniz als Founder-Operator vor einem dunklen BlackBelt-Workspace mit OpenClaw-Lernphase und ruhigerem Hermes-Dashboard.

Worum es hier wirklich geht

Ich möchte diese Story einmal sauber erzählen, weil sie schnell falsch geframed wird: kein objektiver Benchmark, keine Tool-Rangliste, kein Bashing gegen OpenClaw.

Das hier ist meine Erfahrung als Founder-Operator bei BlackBelt. Ich habe OpenClaw früh installiert, war am Anfang fasziniert, bin dann in eine Wartungsschleife geraten und bin vor zwei bis drei Wochen auf Hermes Agent gewechselt.

Für mein Setup. Für meinen Alltag. Aktuell.

Der Kern ist nicht: „Agenten brauchen ein großes theoretisches Betriebssystem.“ Der Kern ist viel einfacher:

Ich wollte morgens arbeiten. Nicht zuerst mein Agenten-System reparieren.

Der Anfang mit OpenClaw: komplett faszinierend

Ich habe OpenClaw zwei oder drei Tage nach dem Release installiert.

Dunkle BlackBelt-Timeline der OpenClaw-Erfahrung mit Installationsmarker, 22-Stunden-Testtag und späterem Reinstall wegen schneller Releases.
Der Start war nicht enttäuschend. Er war so faszinierend, dass ich fast einen ganzen Tag durchgetestet habe.

Nicht Wochen später. Nicht nach zehn Reviews. Ich habe es gesehen, verstanden, dass da etwas Spannendes passiert, und wollte es sofort ausprobieren.

Der erste Tag war absurd.

Ich habe ungefähr um 10:00 Uhr morgens angefangen. Eigentlich wollte ich nur kurz testen, wie es sich anfühlt, was möglich ist und ob es für BlackBelt relevant werden könnte. Aus „kurz testen“ wurde ein kompletter Deep Dive.

Ich bin erst am nächsten Morgen gegen 08:00 Uhr schlafen gegangen.

Nicht, weil ich musste. Sondern weil es faszinierend war.

OpenClaw fühlte sich an diesem ersten Tag extrem mächtig an. Nicht wie „noch ein Chatbot“, sondern näher an einem echten persönlichen Operator als vieles, was ich vorher getestet hatte.

Ich habe sofort Szenarien durchgespielt: Morgen entlasten, Recherche verbinden, lokale Umgebung einbinden, Kommunikation automatisieren. Am ersten Tag war meine Antwort: wahrscheinlich ja.

Und genau deshalb war ich so lange wach.

Nach zwei Tagen kam die erste harte Grenze

Nach ungefähr zwei Tagen habe ich OpenClaw wieder deinstalliert.

Das klingt widersprüchlich, aber genau das war die Spannung: OpenClaw fühlte sich für mich anfangs extrem powerful an. Vielleicht sogar zu powerful für den Zustand, in dem es damals für meinen Alltag war.

Vieles war beeindruckend. Aber mein Gefühl war: Für produktiven Alltag bei BlackBelt ist es aktuell noch zu instabil, zu unzuverlässig, zu wenig belastbar.

Eine Demo verzeiht Reibung. Ein echter Arbeitstag nicht. Wenn ich morgens starte, habe ich nicht drei Stunden Puffer, um erst herauszufinden, ob mein Agent heute sauber läuft. Ich brauche Verlässlichkeit.

Damals hatte ich dieses Gefühl bei OpenClaw noch nicht. Also habe ich es wieder runtergeworfen: spannend, aber für meinen Alltag gerade noch nicht stabil genug.

Warum ich OpenClaw später wieder installiert habe

Ein paar Wochen später habe ich OpenClaw wieder installiert.

Der Grund war simpel: Ich habe gesehen, wie schnell sich das GitHub-Repo bewegt hat. Da kamen Releases, Commits, neue Features, Fixes. Man konnte sehen: Das Projekt lebt. Da passiert viel.

Und in dieser Agenten-Welt ist Geschwindigkeit ein starkes Signal. Also dachte ich mir: Vielleicht war mein erster Eindruck einfach zu früh. Vielleicht ist es jetzt reifer. Vielleicht lohnt sich ein zweiter Versuch.

Aber bei mir entstand in den folgenden Wochen ein anderes Problem.

Die letzten Wochen: morgens Update, dann Debugging

In den letzten Wochen beziehungsweise im letzten Monat kamen sehr viele Updates.

Premium-Dashboard im BlackBelt-Stil mit Update-Neustart-Fehler-Debugging-Schleife und OpenClaw-Friction-Motiven.
Aus Fortschritt wurde für mich irgendwann zu oft Wartung.

Teilweise hatte ich morgens das Gefühl: Bevor ich heute mit meiner eigentlichen Arbeit anfange, muss ich erst einmal OpenClaw updaten.

An sich ist das nicht schlimm. Updates sind gut. Neue Features sind gut. Bugfixes sind gut.

Aber in meinem Alltag wurde daraus immer öfter ein Loop:

  • Update machen.
  • Neu starten.
  • Prüfen, was jetzt funktioniert.
  • Merken, dass etwas anderes hakt.
  • Fehler suchen.
  • Konfiguration anfassen.
  • Wieder testen.
  • Dann erst an die eigentliche Arbeit denken.

Es gab Morgen, an denen ich zwei bis drei Stunden nur damit beschäftigt war, Updates zu machen und Folgefehler zu debuggen.

Und das ist der Punkt, an dem ein Tool nicht mehr nur Tool ist. Es wird ein eigener Arbeitsbereich.

Jedes neue Feature war interessant. Aber gefühlt brachte jedes neue Feature auch neue Reibung mit. Neue Bugs. Neue Stellen, an denen ich nachziehen musste. Neue Unklarheit, warum etwas gestern ging und heute anders reagiert.

Für ein Experiment wäre das okay. Aber BlackBelt ist kein Labor ohne Druck. Ich baue Systeme, Inhalte, Angebote, Automationen und Agenten, weil sie mir im Alltag Hebel geben sollen. Wenn der Hebel morgens erst repariert werden muss, verliert er an Wert.

Der absurdeste Punkt: ein Agent für die Updates

Irgendwann wurde es fast komisch.

Ich habe mir einen Agenten gebaut, der morgens Updates machen sollte.

Im ersten Moment war das logisch: Wenn ich jeden Morgen denselben Update- und Check-Prozess habe, warum sollte das nicht ein Agent übernehmen?

Also sollte der Agent prüfen, was neu ist, Updates ziehen, schauen, ob etwas bricht, und mich entlasten.

Aber genau dadurch wurde mir klar, wie absurd die Schleife geworden war.

Ich baute Workflow-Pflege um Workflow-Pflege herum.

Nicht: Agent hilft mir, produktiver zu arbeiten.

Sondern: Agent hilft mir, das Agenten-System zu warten, das mir eigentlich helfen sollte, produktiver zu arbeiten.

Und selbst dieser Update-Agent löste das Problem nicht sauber. Denn wenn mit jedem neuen Feature neue Fehler oder Verhaltensänderungen kamen, musste ich trotzdem wieder rein. Prüfen. Verstehen. Anpassen.

Das war der Moment, in dem ich innerlich ausgestiegen bin. Nicht dramatisch. Nicht wütend. Einfach nüchtern.

Für mein Setup war der Wartungsanteil zu hoch.

Der Wechsel zu Hermes

Vor ungefähr zwei bis drei Wochen habe ich entschieden, auf Hermes Agent umzusteigen.

Auch das war kein ideologischer Wechsel. Ich habe keine Lust auf „Team OpenClaw“ gegen „Team Hermes“. So denke ich nicht über Tools.

Ich frage mich eher: Was funktioniert in meinem Alltag? Was bleibt ruhig, wenn ich morgens starte? Wo verliere ich weniger Zeit an Systempflege? Welche Oberfläche zeigt mir schnell, was läuft? Wo können mehrere Agenten arbeiten, ohne dass ich permanent danebenstehen muss?

In diesen Punkten fühlt sich Hermes für mich aktuell deutlich besser an.

Das erste Wort, das mir dazu einfällt, ist: ruhiger.

Hermes wirkt für mein aktuelles BlackBelt-Setup cleaner. Weniger hektisch. Weniger so, als müsste ich jeden Morgen erst mit dem Stack verhandeln.

Updates funktionieren bei mir bisher sauberer. Ich habe nicht dieses gleiche Gefühl, dass jedes Update sofort wieder eine neue Baustelle öffnet.

Das ist für mich riesig. Ich brauche kein System, das jeden Tag lauter wird. Ich brauche ein System, das sich im Hintergrund stabil genug anfühlt, damit ich vorne Dinge bauen kann.

Warum mir die Hermes-WebUI besser liegt

Ein großer Punkt ist für mich die Oberfläche.

Die Hermes WebUI beziehungsweise das Dashboard ist für meinen Kopf klarer. Ich sehe schneller, was passiert. Ich habe weniger das Gefühl, mich durch zu viele Unterpunkte, Begriffe und Ebenen zu klicken.

Bei OpenClaw wurde die UI für mich mit der Zeit undurchsichtiger.

Nicht, weil Komplexität grundsätzlich schlecht ist. Komplexe Systeme brauchen manchmal komplexe Oberflächen. Aber es gibt einen Unterschied zwischen „komplex, aber geführt“ und „komplex, weil ich nicht mehr sofort sehe, wo ich eigentlich hin muss“.

Bei OpenClaw hatte ich irgendwann zu oft dieses zweite Gefühl: zu viele Unterpunkte, zu viele neue Begriffe, zu viele Stellen, an denen ich dachte: Was ist jetzt der native Weg? Wo gehört dieser Schritt hin?

Hermes löst nicht magisch jedes Problem. Aber die Oberfläche gibt mir aktuell mehr Orientierung. Und Orientierung ist bei Agenten extrem wichtig.

Wenn mehrere Prozesse laufen, wenn Tasks an Agenten gehen, wenn Outputs geprüft werden müssen, will ich nicht erst die UI interpretieren. Ich will den Zustand sehen.

Multi-Agent-Swarming: der Punkt, der gerade zieht

Der stärkste praktische Unterschied ist für mich aktuell das Multi-Agent-Swarming.

Ruhiges Hermes-Agent-Dashboard mit abstraktem Hermes-Kern, koordinierten Agentenkarten und goldgrünen Swarm-Verbindungen.
Hermes fühlt sich für mein Setup aktuell cleaner an — besonders bei Dashboard, Updates und Multi-Agent-Swarming.

In meinem Setup funktioniert das mit Hermes gerade sehr gut.

Für mich heißt das: Ich kann Arbeit besser auf mehrere Agenten verteilen. Nicht alles hängt an einem einzigen überladenen Assistenten. Unterschiedliche Aufgaben können parallel oder nacheinander sauberer laufen.

Bei BlackBelt ist das wichtig, weil mein Alltag selten nur aus einer Aufgabe besteht. Da ist Content. Recherche. Kundenarbeit. Sales. technische Umsetzung. QA. Kleine interne Automationen, die eigentlich unsichtbar bleiben sollen, aber enorm viel ausmachen.

Ein einzelner Agent kann viel. Aber ein gutes Agenten-Setup muss irgendwann mehrere Rollen tragen können, ohne dass alles matschig wird.

Hermes fühlt sich für mich gerade näher an diesem Arbeitsmodus an. Nicht perfekt. Nicht final. Aber nutzbar — ohne dass ich permanent das Gefühl habe, den Boden unter dem System neu verlegen zu müssen.

Was ich damit nicht sage

Ich sage nicht: OpenClaw ist schlecht.

Ich sage nicht: Hermes ist objektiv besser.

Ich sage nicht: Jeder sollte wechseln.

Ich sage auch nicht, dass OpenClaw in ein paar Wochen oder Monaten nicht für viele Setups anders aussehen kann. Dafür bewegt sich dieses Feld zu schnell.

Was ich sage, ist enger und ehrlicher:

OpenClaw war für mich am Anfang extrem faszinierend und hat mir gezeigt, wie mächtig diese neue Klasse von persönlichen Agenten werden kann. Aber in meinem Alltag wurde aus dieser Power irgendwann zu viel Wartung, zu viel Instabilität und zu viel Reibung.

Hermes fühlt sich für mein aktuelles Setup ruhiger, cleaner und verlässlicher an.

Das reicht als Grund.

Nicht jeder Toolwechsel braucht eine große These.

Manchmal reicht: Ich bekomme morgens mehr echte Arbeit geschafft.

Der kurze operative Nachsatz

Natürlich denke ich bei BlackBelt trotzdem in Systemen.

Wenn ein Agenten-Setup stabiler wird, geht es irgendwann um wiederholbare Abläufe, klare Zuständigkeiten, Übergaben, Review und Freigaben. Skills, Kanban, Cron oder Notion-Gates können dafür wichtig sein. Aber das ist nicht der Kern dieser Story.

Der Kern liegt davor: Ein Tool muss sich im Alltag so anfühlen, dass ich es gerne öffne. Wenn ich morgens mit Debugging rechne, verliere ich Vertrauen. Wenn Updates funktionieren, die UI klar ist und mehrere Agenten sauber zusammenarbeiten, entsteht Vertrauen.

Und Vertrauen ist im Founder-Alltag mehr wert als eine lange Feature-Liste.

Mein aktuelles Fazit

Ich bin aktuell absolut happy mit Hermes.

Nicht im Sinne von „für immer gelöst“. Dafür ist der Markt zu jung. Agenten-Tools verändern sich brutal schnell. Was heute ruhig wirkt, kann in drei Monaten anders aussehen. Was heute instabil wirkt, kann in drei Monaten deutlich reifer sein.

Aber Stand jetzt ist Hermes für mein BlackBelt-Setup der bessere Fit.

OpenClaw war die faszinierende Lernphase. Ein System, das mich an Tag eins so sehr gepackt hat, dass ich von 10:00 Uhr morgens bis 08:00 Uhr am nächsten Morgen drangeblieben bin.

Hermes ist gerade das System, mit dem ich morgens arbeiten kann, ohne zuerst das System selbst zum Projekt zu machen.

Und genau darum ging es bei meinem Wechsel.

FAQ

Ist Hermes Agent grundsätzlich besser als OpenClaw?

Das behaupte ich nicht. Ich beschreibe meine Erfahrung in meinem Setup. Für meinen aktuellen BlackBelt-Alltag fühlt sich Hermes ruhiger, klarer und verlässlicher an. Das ist kein objektiver Benchmark.

Warum hast du OpenClaw überhaupt installiert?

Ich habe OpenClaw zwei oder drei Tage nach Release installiert. Der erste Tag war so faszinierend, dass ich von ca. 10:00 Uhr morgens bis ca. 08:00 Uhr am nächsten Morgen getestet habe.

Warum hast du OpenClaw nach ungefähr zwei Tagen wieder deinstalliert?

Weil es sich für meinen produktiven Alltag damals zu instabil und zu unzuverlässig anfühlte. Es war beeindruckend, aber für mein Setup noch nicht belastbar genug.

Warum hast du OpenClaw später wieder ausprobiert?

Weil das GitHub-Repo sichtbar schnell lief: Releases, Features, Updates. Deshalb wollte ich dem Tool noch einmal eine Chance geben.

Was war am Ende das größte Problem?

Die Wartungsschleife. In den letzten Wochen hatte ich immer wieder Morgen mit zwei bis drei Stunden Updates, Folgefehlern und Debugging. Irgendwann habe ich sogar einen Agenten gebaut, der Updates machen sollte.

Was gefällt dir an Hermes aktuell besser?

Die ruhigere Gesamtwirkung, funktionierende Updates, die klarere WebUI beziehungsweise das Dashboard und das Multi-Agent-Swarming. Ich habe weniger das Gefühl, erst Systempflege machen zu müssen.

Kann sich deine Einschätzung wieder ändern?

Ja. Dieses Feld bewegt sich schnell. Meine Einschätzung gilt für mein Setup, meinen Alltag und den aktuellen Stand.

#AI Agents#Hermes Agent#OpenClaw#BlackBelt KI
Deniz Leimroth

Deniz Leimroth

Founder & Geschäftsführer

10+ Jahre E-Commerce und Online-Marketing. BlackBelt Ki ist aus der Erfahrung entstanden, dass Unternehmen selten am Wissen scheitern, aber ständig an Kapazität und fehlender Systematik.